After Alina read a post stating that people with very precise musical tastes can also create music, she first looked at her extensive CD collection, then at her piano and ukulele, briefly recalled her choir experiences and singing lessons and decided: why not? To her surprise, writing songs quickly became a way of feeling, processing and expressing anger, an anger she didn’t even realise she had inside her before. She raged freely for the first twenty songs and learnt the craft almost incidentally. She was surprised to realise how her voice changed and her hands began to move on the piano on their own.

Nachdem Alina einen Post gelesen hatte, auf dem Stand, dass Menschen mit sehr präzisem Musikgeschmack auch Musik erstellen können, blickte sie zunächst auf ihre extensive CD-Kollektion, dann auf ihr Klavier und ihre Ukulele, erinnerte sich kurz an Chorerfahrungen und Gesangsunterricht und beschloss: warum nicht? Zu ihrer Überraschung wurde das Schreiben von Liedern schnell zum einer Möglichkeit, Wut zu fühlen, zu verarbeiten und auszudrucken, eine Wut, von der sie vorher gar nicht wusste, dass sie in ihr war. Die ersten zwanzig Lieder wütete sie sich frei und lernte dabei, fast nebenbei, das Handwerk. Sie stellte überrascht fest, wie sich ihre Stimme veränderte und ihre Hände begannen, sich von alleine auf dem Klavier zu bewegen.

At some point, she plucked up the courage to share her music with others and did what many do: she published it on TikTok. For three days, she observed how quickly this platform dominated her thinking and how hard the misogynistic comments hit her, feeding her depression and anxiety. When she then realised that she was developing the feeling that people in her beloved Nairn were also criticising her, she immediately deleted her social media accounts. Her music remained private and she found that the emotions became more diverse and the storyteller in her became more integrated. So she entered this song into a competition:

Irgendwann fasste sie den Mut, ihre Musik mit anderen zu teilen und tat das, was viele tun: sie veröffentlichte sie auf TikTok. Drei Tage lang beobachtete sie, wie schnell diese Plattform ihr Denken beherrschte und wie hart die Frauenfeindlichen Kommentare sie trafen und ihre Depression und Angst fütterten. Als sie dann feststellte, dass sie das Gefühl entwickelte, dass auch die Menschen in ihrem geliebten Nairn sie kritisierten, löschte sie sofort ihre social media Konten. Ihre Musik blieb weiterhin privat und sie stellte fest, dass die Emotionen vielfältiger wurden und die Geschichtenerzählerin in ihr sich integrierte. So bewarb sie sich mit diesem Lied bei einem Wettbewerb:

She not only gained the opportunity to perform at Universal Hall but, more importantly, the chance to work with a professional songwriter and producer: Boo Hewerdine. She took many of her songs to Glasgow and is now ready to share her stories: of best friends who have left her; sick mothers whom one must not be angry with; men who seemingly only want one thing; and a grandmother who leaves the earth in the grip of dementia.

Sie gewann nicht nur die Möglichkeit, in Universal Hall aufzutreten, sondern vor allem die Gelegenheit, mit einem professionellen Songwriter und Producer zu arbeiten: Boo Hewerdine. Sie nahm viele ihrer Lieder mit nach Glasgow und ist nun bereit, ihre Geschichten zu teilen: von besten Freundinnen, die sie verlassen; kranken Müttern, auf die man nicht wütend sein darf; Männern, die scheinbar wirklich nur das eine wollen und einer Großmutter, die dement die Erde verlässt.